Ist ein Sieg alles was zählt? Nachtrag zum Spiel TV Homburg II gegen HSG Spiesen-Elversberg
Handball ist ein sportlicher Wettkampf. Generell ist ein Wettkampf nichts anderes als ein Leistungsvergleich zwischen Sportlern/Sportlerinnen auf Basis der jeweils gültigen Wettkampfordnung.
Das Ziel, das beide Mannschaften verfolgen, ist das Streben nach einem Sieg durch das Darbieten höchster sportlicher Leistungen.
Auch die beiden Mannschaften des TV Homburg und der HSG Spiesen-Elversberg verfolgten am Samstag, den 12.11.2011 das Ziel, einen Sieg in einem sportlichen Wettkampf zu erringen.
Direkt nach dem Spiel und leider auch noch einige Tage danach, lässt sich die Vermutung nicht verdrängen, dass der Gegner (inkl. Zuschauer) den Sieg um jeden Preis erringen wollte.
Den Sieg konnte der TV Homburg nicht für sich verbuchen. Aber auch wir fühlten uns nicht als Gewinner, denn drei Spieler unserer 1. Mannschaft mussten anschließend mit schweren und schwersten Verletzungen ins Krankenhaus zur medizinischen Behandlung.
Neben dem positiven sportlichen Ergebnis, trübte ein Kreuzbandriss (entstanden durch das Eingreifen von hinten in den Wurfarm), ein Mittelhandbruch (Schlag auf die Hand) und eine tiefe Platzwunde im Gesicht (bei angeblich regelkonformer Abwehrhaltung des Abwehrspielers) das Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften.
Das unsportliche Verhalten der Zuschauer des TV Homburg sei an dieser Stelle ebenfalls zu erwähnen. (Auspfeifen der schwer verletzten Spieler, Störungen des Spielbetriebes, …).
Demnach sollten sich alle aktiven Handballer und Leser dieses Textes hinterfragen: Ist ein Sieg alles was zählt?
Um die Antwort vorweg zu nehmen: Nein, ein Sieg kann und darf im Sport nicht alles sein! Egal ob Sieg oder Niederlage, jeder Sportler sollte sich als Gewinner fühlen, indem er sagen kann:
„Ich habe mein Bestes gegeben, es hat vielleicht nicht zum Sieg gereicht aber ich habe nach den Regeln des Fairplays gespielt.“
Dies bedeutet: Das Verhalten, das ein Sportler während eines Wettkampfs und auch danach darbietet, geht über das bloße Einhalten der Wettkampfordnung hinaus. Jeder Sportler muss eine Haltung vertreten, in der die Achtung, der Respekt, die physische und psychische Unversehrtheit seines sportlichen Gegners über alles steht. Dabei ist der Kontrahent ein Partner, den es zu achten gilt, selbst im härtesten Kampf.
Der überwiegende Teil der aktiven Handballer, die diesen Text lesen, sind dem Amateurbereich zuzuordnen. Wir verdienen unseren Lebensunterhalt an unserer Arbeitsstätte und nicht in der Handballhalle. Demnach kann und darf es nicht sein, dass durch ein Handballspiel die berufliche Existenz eines Gegenspielers nur für das Erreichen eines Siegs leichtfertig aufs Spiel gesetzt wird. Gesundheit und Wohlergehen jedes/er Sportlers/Sportlerin sollten an erster Stelle stehen und durch das Ausüben einer Hobbysportart in keinster Weise beeinträchtigt werden.
gez. die 1.Herrenmannschaft der HSG Spiesen-Elversberg

Kommentare
Unsportlichkeit
Hallo liebe Elversberger,
Ich finde die Darstellung eures Berichtes etwas übertrieben.
Ihr stellt das Spiel einem Massaker gleich!
Natürlich war es ein hart umkämpftes Spiel! Natürlich wurde alles gegeben. Außerdem steht das ein oder andere überharte Eingreifen mancher Spieler nicht zur Debatte.
Allerdings wurde keiner eurer Spieler mit Absicht verletzt!!!!!!!!!!!!!!
Niemand hatte vor, einen anderen Spieler ins Krankenhaus zu befördern.
Die Platzwunde: Euer Spieler springt in den Abwehrspieler hinein, während er wirft.
Dabei verletzt sich der Werfer. Soll sich der Abwehrspieler in Luft auflösen?
Zur gebrochenen Mittelhand kann ich mich nicht äußern, da diese von uns gar nicht wahrgenommen wurde.
Der Kreuzbandriss:
Euer Spieler springt von der Außenposition in den Kreis hinein, um zu werfen.
Der Spieler der Homburger Mannschaft, springt gerade nach oben und hat habei Kontakt zum Wurfarm des Schützen. Es steht außer Frage, dass dieses Foul eine Rote Karte und einen 7-Meter nach sich zu ziehen hat. ABER der Elversberger Schütze lässt sich, als er den Kontakt spürt, sowas von spektakulär und übertrieben fallen, zappelt in der Luft wie ein getötetes Reh und verursacht dadurch einen unkontrollierbaren Sturz, der zu der schweren Verletzung führt.
Des Weiteren ist zu sagen, dass die Spielweise eurer Spieler auch nicht gerade fair war.
Besonders das linke und kindische Petzen und Schlagen, gegen die Kreis- und Einläufer, zeugt nicht gerade von Souveränität.
Um auf das Verhalten der Zuschauer einzugehen:
Die Pfiffe zur Behinderung des Spielflusses sind alles andere als tolerierbar.
Das war unsportlich!
ABER, NIEMAND der Zuschauer hat einen verletzten Spieler ausgepfiffen!
Das ist eine haltlose Unterstellung!
Trotzdem bleibt natürlich noch zu sagen:
Gute Besserung an die Verletzten!!!!!!!!!!!
Werdet wieder gesund, das ist das Wichtigste!
Gruß, ein Spieler der 2. Mannschaft des Tv Homburg
Antwort
Hallo lieber Spieler der 2.Mannschaft des TV Homburg,
bei diesem Text handelt es sich lediglich um einen Nachtrag der Mannschaft, der vielleicht bei dem ein oder anderen zum Nachdenken anregen könnte. In diesem Text wird auch kein Spieler persönlich angegriffen. Tatsache ist, dass drei Spieler einer Mannschaft im Krankenhaus nach einem Handballspiel definitiv zu viel sind und das nicht gerade alltäglich ist.
Dass uns diese entstandenen Verletzungen ärgern und uns beschäftigen ist denke ich verständlich.
Zur Platzwunde: Klar kann sowas passieren, trotzdem stellt sich die Frage, was macht die Hand des Abwehrspielers im Gesicht des Angreifers? Gehört die da hin? Sicherlich nicht. Klar kann das mal passieren, jedoch muss es sich defintiv um einen harten Kontakt gehandelt haben, ansonsten entsteht keine solche lange und tiefe Platzwunde im Gesicht.
Zum Kreuzbandriss: Jeder Spieler und Zuschauer weiß, dass ein Griff/Schlag in den Wurfarm extrem gefährlich ist. In einer solchen Situation, so kurz vor Spielende, bleibt man weg. Es handelte sich ja wohl eindeutig um eine Aktion, um ein mögliches entscheidendes Tor zu verhindern. Absicht will ich keine unterstellen, jedoch gehört eine solch übermotivierte Aktion nicht aufs Spielfeld. Auch ein junger Spieler muss sich über die weitreichenden gefährlichen Folgen im Klaren sein.
Und unserem schwer verletzten Spieler zu unterstellen, er habe sich nur verletzt, weil er sich schauspielerisch fallen ließ, finde ich eine bodenlose Frechheit, die ich nicht weiter kommentieren will.
Zu den Zuschauern: die Behinderungen hast du ja selbst schon eingeräumt. Aber falls es dir entgangen ist. Worte wie Schauspieler wenn ein Spieler blutüberströmt auf dem Hallenboden liegt oder sich minutenlang vor Schmerzen auf dem Boden krümmt, sind einfach mehr als unpassend. Außerdem waren sogar eindeutig Schmähgesänge zu hören, die aus der tollen rechten Zuschauerecke kamen, als Sebastian auf dem Boden lag. Sorry aber sowas kann einfach nicht sein.
Ich sage nicht, dass alle Zuschauer des TV Homburg unsportlich sind. Es waren lediglich einzelne Chaoten, die zu großem Unmut und Unverständnis auf unsere Seite geführt haben.
Trotzdem Danke für die Genesungswünsche an die verletzten Spieler!
Gruß, ein Spieler der 1.Mannschaft der HSG Spiesen-Elversberg
Antwort
Also was ihr da zum Besten gebt...ein philosophische anmutender Text über den Sinn von Wettkampfsport, das Streben nach dem Sieg, Moral, physische und psychische Unversehrtheit und die menschliche Existenz. Des Weiteren gespickt mit den "schwersten" Verletzungen, die ihr erleiden musstet. zunächst einmal dem sebastian alles gute, die verletzung ist mehr als ärgerlich.......die platzwunde kassiert euer Spieler weil er mit (kaputter!) brille spielt und einfach auf den abwehrspieler draufrennt (er hätte mit seiner Strin auch dem Gegner die Nase brechen können, das wäre dann auch eine Verletzung, aber der hätte das ja nicht mit absicht gemacht)......der mittelhandbruch war als zuschauer des spiels nicht wahrzunehmen, aber es war sicherlich ein ganz besonders fester und harter schlag des homburgers.....zum kreuzbandriss kann ich nur sagen, dass man als außenspieler oft beim wurf berührt wird, sebastian ist unglücklich ins leere gefallen und hat sich dabei schwer verletzt. das ist leider passiert und ich möchte das nun nicht weiter kommentieren.......zum verhalten der zuschauer sei gesagt, dass ein christian d(t)orscheid dieses verhalten regelrecht provoziert hat. wer derart arrogant und zu den zuschauern gestikulierend auf dem spielfeld herumläuft, muss sich nicht wundern, dass er von der tribüne nicht mit beifall besehen wird. aslo bevor ihr wieder philosophische abhandlungen schreibt, überlegt mal was ihr da wiedergebt und es gemeinsam als mannschaft veröffentlicht!....die waren alle ganz ganz böse zu uns, aber wir wollen ganz bestimmt keinem absicht unterstellen, aber schlimm sind die verletzungen......ihr foult niemanden, ist klar. verletzungen passieren halt manchmal, niemand will das und niemand macht das mit absicht.
gez. Zuschauer des Spiels
zu den Zuschauern
Das Verhalten der Zuschauer ist ja schon bezeichnend dadurch, dass "einige" stark alkoholisiert auf der Tribüne sitzen und da verschwimmt ja schon oft die eigene Wahrnehmung und das Verhalten nach Außen!! Auch die Schimpfworte und Verballhornungen gegenüber einem verletzten Spieler durch Zuschauern im direkten Beisein ihrer Kleinkinder (!!!!), wo Eltern eigentlich Vorbilder sein sollen, stimmt schon ein wenig zum Nachdenken an!Dies beschreibt schon ein wenig die/das aus dem Ruder gelaufene Moral/Verhalten auf der Tribüne!! Selbst der Homburger Offizielle am Zeitnehmertisch empfand das Verhalten der Zuschauer mehr als unangebracht und peinlich und entschuldigte sich dafür!!!!!
Die Vorkommnisse auf dem Platz kommentiere ich hiermit nicht.
Zur Sache mit der Platzwunde:
Zur Sache mit der Platzwunde: Die Brille war auch nach dem Schlag noch ganz. Also kein Grund es auf die Brille zu schieben. Ich wüsste allerdings auch nicht, wie ich mit meiner Stirn eine Nase hätte brechen sollen, wenn mir eine Hand (in welcher Form auch immer) ins Gesicht geflogen kommt, seitdenn der Spieler hat sein Gesicht vor mir geschützt. (???) Ich denke eine Hand gehört bei einer Abwehraktion nicht ins Gesicht des Angreifers und schon gar nicht mit dieser Intensität.
Keiner von uns sagt, dass wir keine Fouls machen. Allerdings gibt es doch bei euch keine Verletzten oder?
Alles Weitere will ich nicht kommentieren!